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Stuttgart 21 Tiefbahnhof: Eröffnung am 6. Dezember 2026

Der neue Tiefbahnhof Stuttgart 21 eröffnet am 6. Dezember 2026 nach jahrelangen Verzögerungen und prägt den Fernverkehr in Baden-Württemberg neu.

Kurze Antwort: Der Tiefbahnhof von Stuttgart 21 (Stuttgart Hauptbahnhof tief) geht am Sonntag, 6. Dezember 2026 in Betrieb und macht Stuttgart aus einer Kopfbahnhof-Stadt eine Durchgangsstation für Deutsche Bahn, ÖBB und SBB. Ab diesem Tag fahren Fernverkehrszüge durch die neuen Bahnsteige ein und aus, der alte Bonatz-Bau wird vom Schienennetz getrennt, und die Reisezeiten nach München, Zürich und Wien sinken deutlich.

Als Deutsche Bahn Ende 2025 bestätigte, dass der neue Stuttgart Hauptbahnhof genau ein Jahr später eröffnen würde, war das der Schlusspunkt unter über fünfzehn Jahren Verzögerungen bei dem, was nach Budget Europas größte Eisenbahn-Baustelle ist. Züge, die seit 110 Jahren in Stuttgart endeten, werden künftig in einem Tunnel unter dem alten Schlossgarten hindurchfahren. Für Reisende ist die praktische Folge klar: schnellere Verbindungen nach München, Zürich und Wien, neue Direktverbindungen, und ein deutlich nützlicherer Knoten für das europäische Schienennetz.

Moderner Bahnhof mit Glasdach und Bahnsteig

Was Stuttgart 21 eigentlich ist

Stuttgart 21 ist der Sammelbegriff für ein Bündel von Bauwerken, die den bestehenden Stuttgarter Kopfbahnhof durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzen, rund 60 km neue Gleise bauen und sie an die bestehende Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm anschließen. Die wichtigsten Bestandteile sind der neue Stuttgart Hauptbahnhof tief (vier Bahnsteige, acht Gleise, rund 11 Meter unter der alten Schalterhalle), der Filder Tunnel zur Stuttgart Flughafen Bahnhof, die Neubaustrecke Stuttgart–Wendlingen und der Gäubahn-Korridor Richtung Singen und Zürich. Für den Reisenden ist die konkrete Änderung einfach: Züge halten künftig in einem neuen Tiefbahnhof statt im alten Kopfbahnhof.

Was sich am 6. Dezember 2026 ändert

Ab dem 6. Dezember 2026, mit dem Fahrplanwechsel (Winterfahrplan), nimmt der Tiefbahnhof den Betrieb auf und der bestehende Bonatz-Bau — seit 1916 in Betrieb — wird vom Schienennetz abgehängt. Fernverkehr (ICE, IC, TGV) und ein Großteil des Regionalverkehrs ziehen ab Tag eins auf die neuen Bahnsteige um.

Konkrete Änderungen für Reisende:

  • Durchgang statt Kopfbahnhof: ICE zwischen Stuttgart und München, Stuttgart und Frankfurt sowie Stuttgart und Hamburg/Berlin müssen nicht mehr im Bahnhof wenden. Die Reisezeiten auf diesen Korridoren sinken um rund 10 bis 15 Minuten.
  • Neue Direktverbindungen: Strecken, die bisher einen Umstieg in Stuttgart erforderten — zum Beispiel Hamburg–Stuttgart–Zürich — fahren künftig direkt durch den neuen Tiefbahnhof.
  • Bonatz-Bau vom Netz: Das historische Gebäude bleibt für Hotellerie, Handel und Kultur erhalten, Züge halten dort aber nicht mehr. Die oberirdische S-Bahn verkehrt unverändert.
  • Fernverkehr am Flughafen Stuttgart: Der neue Tiefbahnhof Stuttgart Flughafen Bahnhof über den Filder Tunnel öffnet am selben Tag und wird der wichtigste Fernverkehrsknoten der Stadt am Flughafen.

Fahrplan und Reisezeiten ab Dezember 2026

Der detaillierte Winterfahrplan 2026 wird von DB Mitte Oktober 2026 veröffentlicht, die wichtigsten Verbindungen sind aber bereits bekannt:

  • ICE Stuttgart–München: Zielwert rund 2 Stunden 15 Minuten insgesamt, gegenüber 2:30 heute, mit bis zu 30 ICE täglich, sobald sich der Fahrplan 2027 einspielt.
  • ICE Stuttgart–Frankfurt: rund 1 Stunde 30 Minuten, mit Durchbindung nach Hamburg und Berlin.
  • Stuttgart–Zürich: Die direkte IC/ICE über die Gäubahn benötigt etwa 3 Stunden 10 Minuten, sobald der neue Fahrplan vollständig in Betrieb ist.
  • Stuttgart–Wien: Ein direkter Nightjet-Schlafwagen fährt bereits über Stuttgart; mit Stuttgart 21 nutzt er den Durchgangsbahnhof und gewinnt einige Minuten bei der morgendlichen Ankunft in Wien.

Die Strecke Stuttgart–Ulm ist seit Dezember 2022 in Betrieb: Der Geschwindigkeitsvorteil zwischen Stuttgart und München ist damit endlich durchgängig nutzbar, der Engpass auf Stuttgarter Seite ist beseitigt.

ICE-Hochgeschwindigkeitszug an einem deutschen Bahnsteig

Tickets, Pass-Gültigkeit und Deutschlandticket

Die Tickets funktionieren genau wie im übrigen deutschen Netz: Die DB-Tarife Sparpreis und Flexpreis gelten im neuen Tiefbahnhof und am Flughafenbahnhof ohne Aufpreis; Interrail / Eurail-Pässe werden auf allen ICE, IC und Regionalzügen über Stuttgart akzeptiert, einschließlich Flughafen. Das Deutschlandticket (58 €/Monat in 2026) deckt die S-Bahn, RE und RB im Umfeld des neuen Bahnhofs ab, nicht aber ICE/IC im Fernverkehr. Durchgangstickets nach der EU-Multimodalen Buchungsverordnung (in Kraft seit 1. Mai 2026) verbinden den neuen Tiefbahnhof mit S-Bahn und Flughafen unter einem Vertrag.

Wie erreicht man den neuen Tiefbahnhof?

Der neue Hauptbahnhof tief liegt direkt unter dem alten Bahnhof, sodass die Wege im Wesentlichen gleich bleiben. Vom Schlossplatz und der Königstraße aus rechnen Sie 5 bis 10 Minuten Fußweg durch die Schalterhalle und die neuen Rolltreppen. Die S-Bahn-Linien S2 und S3 halten am neuen Stuttgart Flughafen Bahnhof, mit direktem Aufzug zu den ICE/IC. In den ersten Betriebswochen wird die neue Beschilderung viele Stammreisende verwirren — planen Sie für die erste Fahrt etwas Zeitreserve ein.

Häufig gestellte Fragen

Wann eröffnet der Tiefbahnhof Stuttgart 21?

Der neue Stuttgart Hauptbahnhof tief nimmt am Sonntag, 6. Dezember 2026 den öffentlichen Betrieb auf, pünktlich zum Fahrplanwechsel (Winter). Ein Probebetrieb mit leeren und später besetzten Zügen ist für September 2026 geplant, vor der vollständigen Eröffnung.

Wie viel schneller wird Stuttgart–München mit Stuttgart 21?

DB und die Projektgesellschaft DB InfraGO peilen rund 2 Stunden 15 Minuten im ICE an, gegenüber 2:30 heute, mit bis zu 30 ICE täglich je Richtung, sobald sich der Fahrplan 2027 einspielt.

Bleibt der alte Stuttgart Hauptbahnhof bestehen?

Das historische Bonatz-Bau (1916) bleibt erhalten und wird für Hotellerie, Handel und Kultur genutzt, ist aber am 6. Dezember 2026 vom Schienennetz getrennt. Die S-Bahn-Bahnsteige in der oberen Ebene verkehren unverändert.

Kann ich ab Dezember 2026 mit dem ICE zum Stuttgarter Flughafen fahren?

Ja. Der neue Stuttgart Flughafen Bahnhof über den Filder Tunnel eröffnet am selben Tag. Erstmals gibt es damit eine ICE-Fernverkehrshalt am Flughafen Stuttgart, und die S-Bahn-Linien S2 und S3 verbinden ihn direkt mit dem neuen Tiefbahnhof.

Deckt das Deutschlandticket die Züge am neuen Bahnhof ab?

Das Deutschlandticket (58 €/Monat in 2026) deckt die S-Bahn, RE und RB rund um den neuen Tiefbahnhof ab, nicht aber ICE- oder IC-Fernverkehr. Für den ICE brauchen Sie ein separates DB-Ticket oder einen Interrail / Eurail-Pass.

Wo kann ich die neuen Stuttgarter Verbindungen mit anderen Verkehrsmitteln vergleichen?

Sie können ICE, TGV, Regionalzüge, FlixBus und Flüge zwischen Stuttgart und München, Frankfurt oder Zürich auf Gopaxo vergleichen, indem Sie das Städtepaar und das Datum eingeben. Für eine längere Europareise ab dem neuen Knoten lesen Sie auch unseren Leitfaden zur Schnellfahrstrecke Paris–München 2026, die den Stuttgart–Ulm-Abschnitt als einen ihrer Bausteine nutzt.

Zusammenfassung

  • Der neue Tiefbahnhof Stuttgart 21 eröffnet am Sonntag, 6. Dezember 2026 und beendet über fünfzehn Jahre Bauzeit.
  • Der alte Bonatz-Bau wird am selben Tag vom Schienennetz getrennt; die S-Bahn verkehrt oberirdisch weiter.
  • ICE nach München, Frankfurt, Berlin und Hamburg müssen in Stuttgart nicht mehr wenden, die Reisezeiten sinken um 10 bis 15 Minuten.
  • Eine neue direkte IC/ICE-Verbindung nach Zürich und ein Anschluss an den Stuttgarter Flughafen über den Filder Tunnel gehen ebenfalls in Betrieb.
  • Der neue Stuttgart Flughafen Bahnhof öffnet am selben Tag und wird der erste Fernverkehrshalt der Stadt am Flughafen.
  • Das Deutschlandticket deckt Regionalzüge am neuen Bahnhof ab; ICE/IC-Tickets und Interrail / Eurail-Pässe gelten wie im übrigen deutschen Netz.
  • Vergleichen Sie die neuen Stuttgarter ICE mit FlixBus und dem Flugzeug auf Gopaxo, und stöbern Sie in unserem Paris–München-Leitfaden 2026 für den europäischen Gesamtkontext.

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