Kurze Antwort: Ab 2026 fährt ein neuer Direktzug Zürich–Florenz als grenzüberschreitender EuroCity, gemeinsam betrieben von der schweizerischen SBB und der italienischen Trenitalia. Er verbindet Zürich mit Florenz über Lugano, Mailand, Parma, Modena und Bologna ohne Umstieg, und ein Schwesterzug fährt weiter bis Livorno an der toskanischen Küste.
Bisher bedeutete die Fahrt von Zürich nach Florenz mit der Bahn einen Umstieg in Mailand und die Kombination zweier Tickets. Das ändert sich mit dem Fahrplan 2026: SBB und Trenitalia bringen die Toskana auf eine einzige bequeme Zugfahrt aus der Deutschschweiz in Reichweite und vertiefen eine der meistbefahrenen transalpinen Bahnpartnerschaften Europas.
Ein neuer Direktzug Zürich–Florenz
Der Kern ist ein Direktzug Zürich–Florenz, der keinen Anschluss in Mailand mehr erzwingt. Die Strecke folgt dem Gotthard-Korridor nach Süden über Zug und Lugano, erreicht Italien in Milano Centrale und führt weiter durch die emilianischen Städte Parma, Modena und Bologna, bevor sie Florenz erreicht. Ein zweiter täglicher Zug fährt über Florenz hinaus bis Livorno und erschliesst die toskanische Küste samt Fährverbindungen zu den Inseln.
Italien und die Schweiz teilen bereits einen der beliebtesten internationalen Bahnmärkte Europas, und die Nachfrage steigt weiter. Florenz — eine Stadt, die jährlich Millionen Besucher zu den Uffizien, dem Dom und der Ponte Vecchio zieht — in das umsteigefreie Netz aufzunehmen, ist ein logischer Schritt.
Wer ihn betreibt: SBB und Trenitalia
Der Verkehr geht auf eine erneuerte Kooperation zwischen SBB und Trenitalia zurück, im November 2024 in Milano Centrale besiegelt von Trenitalia-Chef Luigi Corradi und Véronique Stephan, Leiterin des Personenverkehrsmarkts der SBB. Die Vereinbarung ergänzt die Verbindungen Zürich–Florenz und Zürich–Livorno sowie zusätzliche Kapazität nach Mailand und Venedig.
Um die zusätzlichen Fahrgäste zu befördern, bestellte die SBB Anfang 2024 vier weitere Giruno-Züge zur Verstärkung ihrer Flotte, während Trenitalia modernisierte ETR-610-Garnituren unter einer aufgefrischten EuroCity-Marke einsetzt. Ziel ist ein stimmiges grenzüberschreitendes Produkt statt zweier nationaler Bahnen, die an der Grenze unbeholfen aufeinandertreffen.

Was die neuen EuroCity bieten
Die modernisierte EuroCity-Flotte ist die sichtbare Hälfte des Upgrades. Die überarbeiteten ETR-610-Garnituren tragen ein neues Interieur aus recycelten Materialien, WLAN, Steckdosen und Stellplätze für E-Bikes, mit modernisierten Speisewagen, die auf der gesamten grenzüberschreitenden Strecke dasselbe Menü servieren. SBB und Trenitalia haben das Redesign auf Komfort und Nachhaltigkeit ausgerichtet — ein bewusster Kontrast zur beengten Realität eines Kurzstreckenflugs mit zwei Flughafentransfers.
Und das zählt auf einem Korridor wie diesem. Wer Zürich und Florenz per Flugzeug verbindet, verbringt ebenso viel Zeit mit der An- und Abreise zu den Flughäfen wie in der Kabine; ein Zug von Stadtzentrum zu Stadtzentrum beseitigt diese Reibung vollständig.
Strecke, Halte und Fahrzeiten
Der EuroCity Zürich–Florenz soll in Zug, Lugano, Milano Centrale, Parma, Modena und Bologna halten, bevor er in Florenz endet, während die Livorno-Variante südwestlich weiter durch die Toskana fährt. Jede Fahrt überquert in beiden Richtungen die Alpen auf der Gotthard-Achse, einem der landschaftlich reizvollsten Bahnabschnitte des Kontinents.
Die durchgehenden Fahrzeiten des neuen Florenz-Verkehrs sind noch nicht veröffentlicht. Zur Orientierung: Heutige EuroCity verbinden Zürich und Mailand in rund 3h20, und das italienische Hochgeschwindigkeitsnetz verbindet Mailand und Florenz in unter zwei Stunden. Eine Zürich–Florenz-Fahrt in einem einzigen Zug von etwa fünf bis sechs Stunden ist damit plausibel — eine Schätzung auf Basis dieser bestehenden Zeiten, keine offizielle Angabe.
Warum das für Reisende zählt
Wer eine Alpenüberquerung plant, dem verändert ein Direktzug die Wahl. Keine Flughafentransfers, keine getrennten Tickets und kein nervenaufreibender Anschluss in Mailand mit schwerem Gepäck: Man steigt in einem Stadtzentrum ein und in einem anderen aus. Er ist auch ein flexibler Baustein für längere Routen — bis Lugano für einen Halt am See, in Bologna für die Küche einkehren und an einem anderen Tag nach Florenz weiterfahren.
Die neue Verbindung fügt sich in einen breiteren europäischen Trend ein, Kurzstrecken- flüge durch komfortable Tageszüge zu ersetzen. Sie reiht sich neben andere grenzüberschreitende Starts von 2026, etwa den künftigen Hochgeschwindigkeitszug München–Rom, während die europäische Bahnkarte die Lücken zwischen den Grossstädten schliesst.
So bekommen Sie den besten Preis
Grenzüberschreitende EuroCity-Tickets sind meist am günstigsten, wenn früh und ausserhalb der Stosszeiten gebucht wird. Die indikativen Supersaver-Tarife auf den bestehenden EuroCity Schweiz–Italien beginnen bei früher Buchung bei rund 29 € pro Strecke, und einige Gewohnheiten helfen dabei:
- Buchen Sie, sobald der Verkauf öffnet. Die günstigsten Kontingente sind zuerst weg; die Frühbuchung auf ein festes Datum bringt die Ersparnis.
- Reisen Sie unter der Woche und ausserhalb der Stosszeiten. Abfahrten von Dienstag bis Donnerstag, fern der Spitzen am Freitag und Sonntag, sind tendenziell günstiger.
- Vergleichen Sie die ganze Reise, nicht nur den Zug. Gegenüber einem Flug zählen Flughafentransfers, Gepäckgebühren und die an beiden Enden verlorene Zeit.
- Prüfen Sie die Anschlussstädte. Lugano, Mailand oder Bologna können je nach Jahreszeit günstigere Einstiegspunkte als Florenz sein.
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Kurz zusammengefasst
- Ein Direktzug Zürich–Florenz startet als EuroCity von SBB und Trenitalia mit dem Fahrplan 2026, dazu ein Zürich–Livorno-Verkehr.
- Er fährt über Zug, Lugano, Mailand, Parma, Modena und Bologna ohne Umstieg.
- Neue und modernisierte ETR-610-EuroCity bieten WLAN, Interieurs aus recycelten Materialien und E-Bike-Plätze; die SBB bestellte vier weitere Giruno.
- Offizielle Fahrzeiten sind nicht bestätigt; heute braucht der EuroCity Zürich–Mailand rund 3h20, und Mailand–Florenz unter zwei Stunden.
- Indikative EuroCity-Tarife Schweiz–Italien beginnen bei früher Buchung bei rund 29 € pro Strecke.
Häufig gestellte Fragen
Wann startet der Direktzug Zürich–Florenz?
Die neuen EuroCity Zürich–Florenz und Zürich–Livorno werden mit dem Fahrplan 2026 eingeführt, im Rahmen der im November 2024 erneuerten Kooperation von SBB und Trenitalia.
In welchen Städten hält der Zug Zürich–Florenz?
Er soll in Zug, Lugano, Milano Centrale, Parma, Modena und Bologna halten, bevor er Florenz erreicht, während ein eigener Verkehr bis Livorno weiterfährt.
Wie lange dauert der Zug von Zürich nach Florenz?
Durchgehende Zeiten sind nicht veröffentlicht. Zur Orientierung verbindet der heutige EuroCity Zürich und Mailand in rund 3h20, und Hochgeschwindigkeitszüge legen Mailand–Florenz in unter zwei Stunden zurück.
Wer betreibt den neuen Verkehr?
Es ist ein gemeinsamer EuroCity der schweizerischen SBB und der italienischen Trenitalia, mit neuen Giruno- und modernisierten ETR-610-Garnituren.
Wie viel werden die Tickets kosten?
Die Preise standen bei der Ankündigung nicht fest, doch bestehende Supersaver-EuroCity-Tickets Schweiz–Italien beginnen bei früher Buchung bei rund 29 € pro Strecke.
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