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· von Das Gopaxo-Team

EU-Hochgeschwindigkeitsplan: Hauptstädte bis 2040 verbinden

Der EU-Hochgeschwindigkeitsplan will bis 2040 jede Hauptstadt mit 250-km/h-Strecken und 345 Milliarden Euro verbinden. Was das für Reisende bedeutet.

Kurze Antwort: der EU-Hochgeschwindigkeitsplan, von der Europäischen Kommission am 5. November 2025 vorgestellt, soll bis 2040 jede Hauptstadt und Großstadt der EU durch durchgehende Hochgeschwindigkeit verbinden. Er sieht neue Strecken für mindestens 250 km/h, modernisierte Strecken für mindestens 200 km/h und geschätzte 345 Milliarden Euro an Investitionen vor — mit dem Ziel, den Hochgeschwindigkeitsverkehr bis 2030 zu verdoppeln.

Für alle, die schon einmal versucht haben, Europa mit dem Zug zu durchqueren, liegt der Reiz auf der Hand: weniger Umstiege, schnellere Fahrten und ein nahtloses Netz statt eines Flickenteppichs nationaler Systeme. Der EU-Hochgeschwindigkeitsplan ist der bislang ehrgeizigste Versuch, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, und er wird über Jahrzehnte prägen, wie sich Millionen Menschen über den Kontinent bewegen.

Was der EU-Hochgeschwindigkeitsplan ist

Der Plan baut auf der 2024 verabschiedeten Verordnung zum Transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V) auf, die die Mitgliedstaaten bereits verpflichtet, ihre Kernkorridore zu vollenden und bis 2040 durchgehende Hochgeschwindigkeitsverbin­ dungen zwischen den EU-Hauptstädten herzustellen. Das Kommissionspaket vom November 2025 macht aus diesem rechtlichen Ziel einen konkreten Fahrplan: welche Strecken zu bauen, welche zu modernisieren sind, wie sie finanziert werden und wie Züge reibungslos über Grenzen fahren.

Das zentrale Versprechen ist ein vernetztes Netz, keine Sammlung isolierter Schnellstrecken. Heute stößt ein Reisender von Paris nach Berlin oder von Madrid nach Lissabon noch auf langsame Abschnitte, Engpässe an den Grenzen und inkompatible Signalsysteme, sobald er ein nationales Hochgeschwindigkeitsrückgrat verlässt. Der Plan behandelt die gesamte EU als ein einziges System — eher wie eine gigantische Metro zwischen Hauptstädten als eine Ansammlung getrennter Bahnen.

Die Ziele: 2040, 250 km/h und doppelter Verkehr

Der Plan setzt klare technische Mindestwerte. Jede neue Hochgeschwindigkeitsstrecke muss für Züge mit 250 km/h oder mehr gebaut werden, und jede modernisierte Strecke muss mindestens 200 km/h tragen. Wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, lässt die Kommission die Tür für Geschwindigkeiten weit über 250 km/h offen.

Ein ICE-Hochgeschwindigkeitszug der Deutschen Bahn fährt nachts am beleuchteten Kölner Dom vorbei

Die Zahlen hinter dem Ehrgeiz sind gewaltig. Die Kommission schätzt, dass 345 Milliarden Euro nötig sind, um das derzeit geplante TEN-V-Hochgeschwindigkeitsnetz bis 2040 fertigzustellen. Eine neben dem Plan zitierte externe Schätzung beziffert die Kosten, weiter zu gehen — das bestehende EU-Hochgeschwindigkeitsnetz bei 250 km/h oder mehr zu verdreifachen — auf rund 546 Milliarden Euro. Auf der Nachfrageseite ist das Ziel, den Hochgeschwindigkeitsverkehr bis 2030 gegenüber 2015 zu verdoppeln und bis 2050 zu verdreifachen.

Das sind die Beträge, die entscheiden, ob ein Korridor wie Paris–München oder Berlin–Kopenhagen eine echte Hochgeschwindigkeits­modernisierung erhält oder ein Flickenteppich bleibt. Während über das Geld debattiert wird, kannst du schon jetzt Züge, Busse, Mitfahrgelegenheiten und Flüge auf Gopaxo vergleichen für jede europäische Strecke und sehen, wie viel die heutigen Bahnoptionen taugen.

Was sich für Reisende ändert

Zwei Teile des Plans sind für Alltagsreisende am wichtigsten, und beide sollen 2026 vorankommen.

Der erste ist der grenzüberschreitende Fahrscheinverkauf. Wer schon einmal versucht hat, ein einziges durchgehendes Ticket etwa von Amsterdam nach Rom zu kaufen, weiß, wie zersplittert die europäische Bahnbuchung noch ist. Ein eigener Vorschlag von 2026 soll den grenzüberschreitenden Fahrschein- und Buchungs­verkauf verbessern, damit die Kombination von Betreibern wie SNCF, Deutsche Bahn und Trenitalia auf einer Reise weit einfacher wird.

Der zweite ist ERTMS, das Europäische Eisenbahnverkehrsmanagementsystem — ein einheitlicher, gemeinsamer Signalstandard, mit dem ein Zug Grenzen überqueren kann, ohne an jeder das System zu wechseln. Ein europäischer ERTMS-Bereitstellungsplan für 2026 soll die Einführung harmonisieren und damit eine der größten verborgenen Ursachen für langsame, umstiegsreiche internationale Fahrten beseitigen.

Zusammengenommen sind schnellere Strecken plus ein einheitliches Signalsystem plus ein integrierter Fahrscheinverkauf genau das, was aus einer theoretischen Karte eine tatsächlich buchbare Reise macht. In der Zwischenzeit deckt unser Ratgeber, wie man günstigere Zugtickets in Europa findet, die Tricks ab, die heute schon funktionieren.

Die Verbindungen, die bereits Gestalt annehmen

Man muss nicht bis 2040 warten, um die Richtung zu erkennen. Mehrere Korridore sind schon in Bewegung:

  • Paris–München: ein neuer Hochgeschwindigkeitsdienst von Deutscher Bahn und SNCF wird für Ende 2026 erwartet — die Details stehen in unserem Ratgeber Paris–München Hochgeschwindigkeit.
  • Prag–Kopenhagen: ein neuer direkter Tagesdienst, der Tschechien, Deutschland und Dänemark verbindet, startete 2026 — siehe unseren Artikel Direktzug Prag–Kopenhagen.
  • Nachtzüge: neben der Hochgeschwindigkeit am Tag breiten sich Nachtdienste über den Kontinent aus, wie wir in dem Comeback der Nachtzüge berichten.

Nationale Betreiber wie SNCF und Trenitalia sind entscheidend dafür, wie diese Korridore zusammenwachsen — sowohl in ihren Heimatländern als auch auf den grenzüberschreitenden Verbindungen, die der EU-Plan zu einem einzigen Netz verweben will.

Kurz gefasst

  • Der EU-Hochgeschwindigkeitsplan wurde von der Europäischen Kommission am 5. November 2025 vorgestellt.
  • Ziel: durchgehende Hochgeschwindigkeit zwischen jeder Hauptstadt und Großstadt der EU bis 2040, auf Basis der TEN-V-Verordnung von 2024.
  • Neue Strecken für ≥ 250 km/h; modernisierte Strecken für ≥ 200 km/h.
  • Geschätzte Kosten: 345 Milliarden Euro für das bis 2040 geplante Netz; rund 546 Milliarden Euro, um das Netz bei 250 km/h oder mehr zu verdreifachen.
  • Ziele: den Hochgeschwindigkeitsverkehr bis 2030 (gegenüber 2015) verdoppeln und bis 2050 verdreifachen.
  • Zwei Fortschritte 2026 für Fahrgäste: besserer grenzüberschreitender Fahrscheinverkauf und eine harmonisierte ERTMS-Einführung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der EU-Hochgeschwindigkeitsplan?

Es ist ein Fahrplan, den die Europäische Kommission am 5. November 2025 vorgestellt hat, um jede Hauptstadt und Großstadt der EU bis 2040 durch durchgehende Hochgeschwindigkeit zu verbinden, gestützt auf die TEN-V-Verordnung von 2024. Er legt fest, welche Strecken gebaut oder modernisiert werden, wie sie finanziert werden und wie Züge nahtlos über Grenzen fahren.

Wie schnell werden die Züge sein?

Neue Hochgeschwindigkeitsstrecken müssen für mindestens 250 km/h gebaut werden, modernisierte Strecken für mindestens 200 km/h. Die Kommission lässt zudem Geschwindigkeiten weit über 250 km/h zu, wo es wirtschaftlich gerechtfertigt ist.

Wie viel wird es kosten?

Die Kommission schätzt 345 Milliarden Euro, um das derzeit geplante TEN-V-Hochgeschwindigkeitsnetz bis 2040 fertigzustellen. Eine externe Schätzung beziffert die Verdreifachung des bestehenden Netzes bei 250 km/h oder mehr auf rund 546 Milliarden Euro.

Wann werde ich die Vorteile tatsächlich spüren?

Einige Korridore wie Paris–München und Prag–Kopenhagen starten um 2026, und 2026 bringt auch Vorschläge für grenzüberschreitenden Fahrscheinverkauf und eine harmonisierte ERTMS-Einführung. Das vollständige vernetzte Netz ist für 2040 angepeilt. Bis dahin zeigt eine Suche auf Gopaxo die schnellste und günstigste Art, jede Strecke heute zu fahren.

Europas Bahnen werden für die nächste Generation neu gezeichnet. Ob du diesen Sommer eine Reise planst oder von einer Hauptstadt-zu-Hauptstadt-Tour 2040 träumst — vergleiche deine Optionen auf Gopaxo und reise klug.