Short answer (kurze Antwort): im Sommer 2026 betreibt Transavia France 109 Ziele in 33 Ländern ab Paris-Orly, auf 230 Routen — ein Umbruch, der durch den historischen Ausstieg von Air France aus Orly am 28. März 2026 ausgelöst wurde. Die neuen «Fernstrecken-ähnlichen» Verbindungen umfassen Orly–Alghero, Orly–Pisa, Orly–Sarajevo, Orly–Wrocław und Orly–Burgas; außerdem hat die Airline die Inlandsstrecken Orly–Nizza, Orly–Toulouse und Orly–Marseille übernommen, die zuvor Air France gehörten.
Der Pariser Low-Cost-Markt wurde in einer einzigen Saison neu gezeichnet. Am 28. März 2026 schloss Air France ihre letzte Basis in Paris-Orly — den Flughafen, den sie in den 1930er-Jahren mitgegründet hatte — um den Betrieb auf Paris-Charles de Gaulle zu konzentrieren. Hunderte Start- und Landebahn-Slots pro Tag wurden frei. Transavia France, die Low-Cost-Tochter der Air-France-KLM-Gruppe, übernahm sie und machte Orly zum Single-Carrier-Mega-Hub für Kurz- und Mittelstrecken-Reisen. Hier ist, was wirklich neu ist, wie der Flugplan aussieht und wie man die günstigsten Tarife findet.
Das neue Paris-Orly-Netz auf einen Blick
Für die Sommersaison 2026 (1. April – 25. Oktober 2026) veröffentlicht Transavia France ein Netz von 109 Zielen in 33 Ländern, die von rund 230 Routen bedient werden. Dazu gehören:
- Inland-Hauptstrecken im Erbe von Air France, mit Orly–Nizza und Orly–Toulouse je bis zu 8 Flügen pro Tag, plus Orly–Marseille mit 2 Flügen pro Tag.
- Neue Freizeit-Routen mit Fernstrecken-Charakter in den Mittelmeerraum und nach Osteuropa: Orly–Alghero (Sardinien, 2x/Wo.), Orly–Pisa (Italien, 4x/Wo. ab 35 €), Orly–Sarajevo (Bosnien, 2x/Wo. ab 59 €), Orly–Wrocław (Polen, 2x/Wo.) und Orly–Burgas (Bulgarien, 1x/Wo.).
- Neue griechische und saisonale Verbindungen: Orly–Patras/Araxos (1x/Wo.) und Erweiterungen aus französischen Regionalbasen wie Lyon–Mykonos, Lyon–Catania, Lyon–Izmir, Marseille–Sevilla und Marseille–Oran.
- Komplett neue grenzüberschreitende Routen der Schwestergesellschaft Transavia Niederlande, die das Gruppennetz speisen, darunter Amsterdam–Alghero, Amsterdam–Palermo, Eindhoven–Olbia und Rotterdam–Catania — die Kapazität auf die italienischen Inseln steigt um 65 % gegenüber dem Sommer 2025.

Warum Orly am 28. März 2026 den Besitzer wechselte
Der Auslöser ist operativ, nicht nur kommerziell. Der Rückzug von Air France aus Orly ist Teil eines längerfristigen Plans, Paris-Charles de Gaulle zum einzigen Langstrecken-Hub der Gruppe zu machen, während der regionale Point-to-Point-Verkehr über HOP! und Partnergesellschaften läuft. Orly, seit den 1970er-Jahren ein Inlands- und Europa-Flughafen, brauchte kurzfristig eine neue Flaggschiff-Airline.
Transavia war die offensichtliche Kandidatin: Sie ist das Low-Cost-Bein der Gruppe, flog bereits ab Orly in mediterrane Freizeitmärkte, und die Mutter konnte Slots, Bodenabfertigung und Crew-Rotationen ohne öffentliche Ausschreibung übergeben. Die Übernahme ist keine feindliche Akquisition; sie ist eine gesteuerte Internalisierung der Kapazität.
Für die Passagiere bedeutet das konkret, dass sich die europäischen Low-Cost-Flüge ab Paris jetzt bei einer einzigen Airline konzentrieren. Wettbewerbsalternativen im Kurzstreckenbereich aus dem Pariser Becken sind easyJet (die weiterhin stark in Paris-Charles de Gaulle und Paris-Orly vertreten ist) und Vueling (stark nach Spanien).
Beispiele für Sommer-2026-Tarife ab Paris-Orly
Transavia-Tarife variieren stark je nach Strecke und Tag, aber die Schlagzahlen, die die Airline für den Sommer 2026 veröffentlicht, sind:
| Strecke | Ab (einfach) | Frequenz | | -------------------------- | ---------------- | ---------------- | | Paris-Orly → Pisa | 35 € | 4x/Wo. | | Paris-Orly → Sarajevo | 59 € | 2x/Wo. | | Paris-Orly → Alghero | 69 € (typisch) | 2x/Wo. | | Paris-Orly → Wrocław | 49 € (typisch) | 2x/Wo. | | Paris-Orly → Nizza | 39 € (typisch) | bis zu 8x/Tag | | Paris-Orly → Sevilla | 39 € (typisch) | 1–2x/Tag | | Paris-Orly → Djerba | 89 € (typisch) | 1–2x/Wo. |
Das sind die Startpreise einfach bei der Buchung; Gepäck, Sitzplatzwahl und Priority Boarding sind kostenpflichtige Extras à la carte, im klassischen Low-Cost-Stil. Die Promotion-Tarife auf den neuesten Strecken (Orly–Pisa, Orly–Sarajevo, Orly–Alghero) sind limitiert und oft in wenigen Stunden ausverkauft.
So finden Sie die günstigsten Transavia-Tarife
Die günstigsten Transavia-Tarife funktionieren wie bei jeder anderen europäischen Low-Cost-Airline: Sie existieren, aber sie warten nicht. Ein paar Gewohnheiten helfen:
- 6 bis 10 Wochen im Voraus buchen für mediterrane Sommerdaten; die günstigste Tarifklasse auf Orly–Nizza und Orly–Sevilla ist meist bis Mitte Mai ausverkauft.
- Dienstag, Mittwoch oder Samstag reisen — die günstigsten Tage auf den meisten Transavia-Strecken, Sonntag ist der teuerste.
- Mit easyJet und Vueling auf demselben Korridor vergleichen, bevor Sie zahlen. Paris-Orly → Barcelona ist bei Vueling oft günstiger; Paris-Orly → Lissabon ist fast immer ein Unentschieden.
- Die Kalenderansicht nutzen, wenn Sie flexibel sind. Transavias Preisraster zeigt den günstigsten Tag in einem 30-Tage-Fenster — verschieben Sie um einen Tag und sparen Sie auf derselben Strecke oft 30–40 %.
Für einen schnellen Quervergleich zwischen Transavia, SNCF, BlaBlaCar, FlixBus und anderen Anbietern können Sie auch alle Transportmittel ab Paris auf Gopaxo vergleichen oder unseren Leitfaden für günstigeres Reisen mit dem Zug lesen, wenn der Zug von Tür zu Tür schneller ist.
Was das für den Pariser Low-Cost-Markt bedeutet
Die Kombination Air France verlässt Orly und Transavia füllt die Lücke macht Paris-Orly zur größten Low-Cost-Basis Kontinentaleuropas nach Zielanzahl. Der Markt engt sich auch ein: easyJet, Vueling, Volotea und Ryanair halten jeweils eine Pariser Präsenz, aber mit deutlich kleinerem Fußabdruck als Transavias 230 Routen.
Für Reisende sind die sichtbarsten Folgen mehr direkte Freizeitziele ohne Umsteigen, längere Buchungsfenster (Transavia veröffentlicht Pläne bis etwa 10 Monate im Voraus) und ein echter Preiskampf auf Orly–Mittelmeer, der wohl den ganzen Sommer 2026 anhalten wird.
Für weiteren Kontext, wie Low-Cost-Airlines den europäischen Kurzstreckenmarkt umgestalten, sehen Sie unser Transportverzeichnis und unseren Leitfaden zu günstigen Hochgeschwindigkeitszügen in Spanien als Bahn-Alternative auf parallelen Korridoren.
Häufige Fragen
Wie viele Ziele fliegt Transavia 2026 ab Paris-Orly an?
Transavia France betreibt im Sommer 2026 109 Ziele in 33 Ländern ab Paris-Orly, auf 230 Routen. Das vollständige Netz ist auf transavia.com veröffentlicht.
Ist Air France aus Orly weg?
Ja. Der letzte kommerzielle Flug von Air France ab Paris-Orly hob am 28. März 2026 ab und beendete damit über 90 Jahre Präsenz auf dem Flughafen. Die Gruppe konzentriert ihren Betrieb nun auf Paris-Charles de Gaulle.
Was sind die neuesten Transavia-Routen ab Orly?
Für den Sommer 2026 sind die wichtigsten neuen Routen Orly–Alghero (Sardinien), Orly–Pisa (Italien), Orly–Sarajevo (Bosnien und Herzegowina), Orly–Wrocław (Polen) und Orly–Burgas (Bulgarien).
Was kostet ein Transavia-Ticket ab Orly?
Die günstigsten einfachen Tarife auf den neuen Routen beginnen bei 35 € (Orly–Pisa) und 59 € (Orly–Sarajevo). Inlandsflüge nach Nizza, Toulouse und Marseille starten typischerweise ab rund 39 € einfach.
Sollte ich Transavia, easyJet oder Vueling ab Paris buchen?
Es kommt auf die Strecke an. Transavia ist im Orly–Mittelmeer-Freizeitmarkt oft am günstigsten. easyJet ist auf Paris-CDG–Nordeuropa häufig günstiger. Vueling dominiert Paris–Spanien (Madrid, Barcelona, Sevilla, Valencia). Prüfen Sie immer mit einem multimodalen Suchtool, bevor Sie zahlen.
Zusammenfassung
- Transavia France fliegt im Sommer 2026 ab Paris-Orly 109 Ziele in 33 Ländern auf 230 Routen an.
- Der Ausbau folgt auf den Ausstieg von Air France aus Orly am 28. März 2026, wobei Slots, Bodenabfertigung und Crews intern von Transavia übernommen wurden.
- Die neuen «Fernstrecken-ähnlichen» Verbindungen umfassen Orly–Alghero, Orly–Pisa, Orly–Sarajevo, Orly–Wrocław und Orly–Burgas.
- Schlagtarife: ab 35 € einfach nach Pisa, ab 59 € nach Sarajevo, typischerweise 39 € nach Nizza, Toulouse und Marseille.
- Vergleichen Sie Transavia mit easyJet, Vueling und der Bahn auf der Gopaxo-Suchseite, bevor Sie buchen — vor allem auf den Korridoren Paris–Mittelmeer und Paris–Spanien.



